finanzierung

Unser heutiger Eintrag widmet sich der Finanzierung von Filmprojekten. Film ist wundervoll und faszinierend, aber auch zeitaufwändig und meist kostenintensiv. Da lohnt es, sich Gedanken über Durchführbarkeit und Finanzierung des geplanten Filmes zu machen. Man kann sich Strategien überlegen, und am besten, auch alle anwenden:

1. Eine Werbekampagne gestalten
Du willst möglichst viele Mitstreiter und Unterstützer begeistern, die ihre Zeit, Energie und Geld in Dein Projekt investieren. Dafür müssen sie wissen, auf was sie sich einlassen. Je konkreter und unverwechselbarer Deine Idee ist, desto mehr wird sie im Gedächtnis bleiben. Du solltest on- und offline unterwegs sein, um möglichst viele Menschen zu erreichen: eine Projektwebsite, ein Projektprofil in den Sozialen Netzwerken, Plakate, Flyer, eine Crowdfunding-Kampagne. Um herauszustechen, lohnt ein schönes Logo, eine griffige Projektbeschreibung, ein Videotagebuch, Fotos, Texte – alles, was Dich und das Projekt beschreibt.
In unserem Fall haben wir die Kampagne frühzeitig entwickelt und die entsprechenden Inhalte vorproduziert.

2. Eine Crowdfunding-Kampagne starten
Auf kickstarter.com, filmdime.de, startnext.com oder indiegogo.com (um nur ein paar zu nennen) kann man sein Projekt bewerben und weltweit um finanzielle Unterstützung aufrufen. Auch hier braucht es eigens produzierte Inhalte und eine klare Belohnungsstaffelung. Was bekommt der Unterstützer, wenn er 10, 25, 50, 100,250 oder 1000 EUR spendet? Gibt es andere, nicht-monetäre Möglichkeiten der Unterstützung, die Du und Dein Projekt gut gebrauchen können? Wie zum Beispiel, Menschen die beim Dreh mitmachen wollen, für Dich Sponsoren auftreiben, eine Social Media Kampagne tatkräftig unterstützen?

3. Unternehmen, Medien und Vereine begeistern
Hier ist die zentrale Frage: was hat ein etwaiger Sponsor von meinem Film? Und, was möchte er als Gegenleistung? Logo und Nennung im Abspann sollte immer drinnen sein. Ist Product Placement möglich? Auch empfiehlt es sich, Sachspenden wie etwa Lebensmittel, auf die Beine zu stellen. Vielleicht gibt es einen Bäcker oder einen Supermarkt, der günstig oder gar gratis seine Ware abgeben mag. Deine Filmcrew wird es Dir beim Drehen danken. Lokale oder regionale Zeitungen, Fernseh- oder Radiostationen als Medienpartner steigern den Bekanntheitsgrad.
In unserem Fall dürfen wir aktuell die Sektkellerei Kessler, das Backhaus Zoller, Kommunales Kino Esslingen, das Kulturamt Esslinger, das Stadtmarketing Esslingen und als Medienpartner die Esslinger Zeitung zu unseren Unterstützern zählen.

4. Regionale Medienförderer und Filmfonds ins Boot holen
Nebst den bundesweiten Förderstellen wie etwa der FFA (www.ffa.de) oder dem Kuratorium Junger Deutscher Film (www.kuratorium-junger-film.de) , hat auch jedes Bundesland eine Filmförderstelle. In Baden-Württemberg ist dies die Medien- und Filmgesellschaft (www.mfg.de) mit Sitz in Stuttgart. Gefördert werden nebst Kurz- und Spielfilmen auch Digitaler Content, Transmedia sowie Serien.
Unser Projekt hat einen klaren medienpädagogischen Ansatz. Wir wollen Interessierten Spaß und Know-How am Filmemachen vermitteln. Mit einem detaillierten Projektantrag mit Inhaltsbeschreibung, Zielsetzung, Kalkulation und Zeitplan, konnten wir die Landesstelle für Kommunikation Baden-Württemberg (www.lfk.de) gewinnen.

Habt ihr uns schon euren Lieblingsort geschickt oder euch fürs Mitmachen angemeldet? Bis zum 15. August nehmen wir noch Anmeldungen entgegen.

Bis zum nächsten Mal!

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