packaging & matching

Nachdem die Grundidee für einen Film gefunden ist, macht man das sogenannte „Packaging“. Dieses schöne neudeutsche Wort bedeutet: ein Paket schnüren. Dabei wird aus der anfänglichen Idee ein fassbares Projekt. Für die Filmidee wird der richtige Autor gesucht, zu einem existierenden Stoff (in Form eines Exposees, eines Treatments oder bereits in Drehbuchform) die passende Regie und Besetzung, sowie in weiterer Folge auch Kamera, Schnitt, Szenenbild, Kostümbild usw. Die wichtigste Frage hier ist, wer passt zu wem. Der Prozess um dies herauszufinden, wird „Matching“ genannt. Welche Kombination aus Filmemachern und Darstellern ist die erfolgversprechendste. Idealerweise ist sie grundsolide und gleichzeitig überraschend. Dafür muss man den Markt kennen, beobachten und wissen, welche Personen mit was künstlerisch sowie geschäftlich erfolgreich war. Auch gibt man mit jedem Film ein Versprechen ab – an die Sender, den Weltvertrieb und, vor allem, das Publikum. Wer ist der geeignetste Partner und hilft, dieses erfolgreich einzulösen? Bekannte Schauspieler etwa sind Publikumsmagnete und maßgeblich an dem Erfolg an den Kinokassen beteiligt. Renommierte und preisgekrönte Regisseure sind meist Garantien, dass das Publikum genau das und sogar mehr von dem Gefühl bekommt, welches das Filmplakat oder der Trailer versprechen. Das so geschnürte Paket wird geeigneten Redakteuren bei TV-Sendern, Verleihern, Weltvertrieben und Filmförderungen präsentiert. Hier geht es um Aufmerksamkeit, denn das Paket muss Eindruck machen, um finanziert zu werden sodass aus der Idee letztlich ein Film werden kann.

Bei unserem Mitmach-Filmprojekt gehen wir offen und basisdemokratisch vor. Wir vermitteln Medienkompetenz. Unser Versprechen an unsere zukünftigen und aktuellen Teilnehmer ist ein gesicherter Raum und eine Werkstattatmosphäre, in der man verschiedene Seiten des Filmemachens unter Anleitung kennenlernt und ausprobiert.

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